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«Tea Party»-Bewegung macht Stimmung gegen zu viel Staat

29.08.2010 14:30

   Washington (dpa) - Die konservative «Tea Party»-Bewegung in de
n
USA macht Stimmung gegen eine nach ihrer Ansicht übermächtigen Staat.
Die offiziell überparteiliche Bewegung, die der republikanischen
Partei nahesteht, läuft seit Monaten Sturm gegen den wachsenden
Schuldenberg und Steuererhöhungen. Der Kern der Botschaft der «Tea
Partier» lautet: Mehr Macht dem Volk - Weniger Einfluss dem Staat.

   Der Bewegung gehören viele verschiedene Organisationen an. Sie
nennen sich «Tea Party Express» oder «Tea Party Patrioten». Der Nam
e
der Bewegung geht zurück auf die Bostoner «Tea Party» von 1773.
Siedler der neuen Welt lehnten sich damals gegen Steuerpläne ihrer
britischen Kolonialherren auf. Aus Protest gegen die britische
Herrschaft warfen die Revolutionäre Teeladungen ins Hafenbecken.

   Feindbild der heutigen Bewegung sind nicht die verhassten
britischen Rotröcke von damals, sondern die Demokraten - allen voran
Präsident Barack Obama. Ihm wird vorgeworfen, das Land mit
Initiativen wie der umstrittenen Gesundheitsreform in Richtung
Sozialismus zu bewegen.

   Im Vorfeld der Kongresswahlen im November wird der wachsende
Einfluss der Bewegung deutlich, die die republikanische Partei rechts
überholt. Bei Vorwahlen («Primaries»), in denen die Kandidaten für

die eigentliche Abstimmung ermittelt werden, haben sich bei den
Republikanern in den vergangenen Wochen dank der «Tea Party» in Utah,
Kentucky, Nevada, Colorado, Connecticut und anderswo politische
Newcomer durchgesetzt.

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