Aufregung um Kondomautomaten in römischer Schule
10.03.2010 18:46
Rom (dpa) - Safer Sex für Schüler sorgt in Rom für Aufregung: Mit
der geplanten Aufstellung von zwei Kondomautomaten hat ein Gymnasium
in der italienischen Hauptstadt für Aufregung gesorgt. Wie
italienische Medien am Mittwoch berichteten, handelt es sich um die
ersten Kondomautomaten in einer italienischen Schule. Kritik gab es
vor allem aus den Reihen der katholischen Kirche. «Überaus besorgt»,
zitierte die römische Tageszeitung «La Repubblica» (Onlineausgabe) am
Mittwoch Kardinal Agostino Vallini, Stellvertreter des Papstes im
Bistum Rom. Eine derartige «Banalisierung der Sexualität» sei zu
vermeiden. Die Initiative könne unmöglich «das Einverständnis der
römischen Kirchengemeinde finden», so Vallini.
Von Schülern, Lehrern und Abgeordneten wurde die Maßnahme hingegen
begrüßt. «Ich hoffe, das auch andere Schulen diesem Beispiel folgen
werden», kommentierte die linke PD-Abgeordnete Livia Turco. Andere
sprachen sich für eine baldige Ausweitung der Initiative auch auf
andere Städte aus. Die Maßnahme sei nach aufklärender Diskussion
einstimmig von Eltern, Lehrern und Schülern befürwortet worden, sagte
der Schulleiter des römischen Gymnasium, Antonio Panaccione.
Das naturwissenschaftliche Keplergymnasium beherzigte mit den
Präservativ-Automaten einen Beschluss der Provinz Rom vom vergangenen
Juni. So hatte sich die Provinzregierung 2009 im Rahmen von
Aufklärungskursen Anti-Aids in Oberschulen dafür eingesetzt, Schülern
den Zugang zu Verhütungsmitteln zu erleichtern. Die Kondome sollen
zum Fabrikpreis und damit deutlich billliger als in Apotheken
abgegeben werden, hieß es.
dpa kat xx n1 kp






























