Aids-Konferenz will Politik in die Pflicht nehmen
10.03.2010 15:13
Wien (dpa) - Die Verbreitung von Aids kann aufgehalten werden -
davon sind die Organisatoren der 18. Internationalen Aids-Konferenz
(AIDS 2010) überzeugt, die vom 18. bis 23. Juli in Wien stattfindet.
«Wir haben heute die Mittel, um HIV/Aids zu stoppen, und wenn wir das
bisher nicht geschafft haben, liegt das daran, dass der politische
Wille fehlt», sagte der Konferenzvorsitzende Julio Montaner am
Mittwoch bei der Präsentation des Vorhabens.
Es sei an der Zeit, «eine laute und klare Botschaft an die
politische Führungsklasse zu senden», weil viele Länder ihre
Versprechen über Vorbeugungs- und Behandlungsmaßnahmen nicht
eingehalten hätten. Derzeit steckten sich jeden Tag weltweit 7000
Menschen mit dem Virus an, allein in Südafrika seien es 1500,
erklärte Michel Sidibé, Direktor des Aids-Bekämpfungsprogramms der
Vereinten Nationen (UNAIDS).
Zu der Konferenz werden 25 000 Teilnehmer erwartet, darunter
Wissenschaftler, aber auch Aidskranke und Drogensüchtige. Ein Thema
wird die dramatisch zunehmende Zahl HIV-Infizierter in Osteuropa und
Zentralasien sein. Wien als Standort solle dabei als Brücke zwischen
Ost und West dienen, hieß es. Insgesamt waren im Jahr 2008 rund 33,4
Millionen Menschen mit dem Virus infiziert, zwei Drittel davon allein
in Afrika südlich der Sahara. Die Internationale Aids-Konferenz wird
alle zwei Jahre einberufen und steht diesmal unter dem Motto «Rechte
hier und jetzt». Partner der Internationalen Aids-Gesellschaft (IAS)
sind unter anderem die Europäische Kommission und die
Weltgesundheitsorganisation (WHO).
dpa cf xx n1 ch






























