DGB setzt eigene Gesundheits-Reformkommission ein
10.03.2010 11:19
Berlin (dpa) - Eine vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB)
eingesetzte Reformkommission soll Vorschläge für ein «solidarisches
Gesundheitssystem» erarbeiten. Das Gremium ist als Alternative zur
Regierungskommission gedacht und nahm am Mittwoch in Berlin seine
Arbeit auf.
Der DGB will sich damit ausdrücklich von den Plänen der
Bundesregierung zur Einführung einer einkommensunabhängigen
Gesundheitsprämie oder Kopfpauschale absetzen, betonte DGB-
Vorstandsmitglieder Annelie Buntenbach. Mit dem DGB-Gegenmodell solle
die solidarische Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung
erhalten und gestärkt werden.
Der Kommission gehören neben Gewerkschaftern auch Vertreter von
Sozial- und Wohlfahrtsverbänden, Wissenschaftler und weitere
gesellschaftliche Organisationen an. Ihr Auftrag ist es, bis zum
Herbst Vorschläge zur Weiterentwicklung der solidarischen
Krankenversicherung auszuarbeiten und dafür das finanzielle Fundament
- in Form einer Bürgerversicherung - zu schaffen.
(Achtung: Zusammenfassung bis 1500 - ca. 40 Zl)
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