Rösler will Pharma-Industrie hart angehen
10.03.2010 01:37
Berlin (dpa) - Um Kosten im Gesundheitswesen einzusparen, hat
Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) einen harten Umgang
mit den Arzneimittelherstellern angekündigt. «Ich habe immer gesagt,
dass ich hart an die Pharmaindustrie und deren Preise herangehen
werde», sagte er der «Bild»-Zeitung (Mittwoch). Um eine Kostensenkung
bei den Arzneimitteln zu erreichen, «werden wir die Pharmafirmen in
Vertragsverhandlungen mit den Krankenkassen zwingen». Dies solle «so
schnell wie möglich» passieren. Bis es soweit ist, müsse es
kurzfristige Kostenbremsen geben. «Das sind Zwangsrabatte und
Preismoratorien», sagte Rösler.
Die genaue Höhe der zu erwartenden Einsparungen könne noch nicht
beziffert werden. «Das hängt von den Verhandlungsergebnissen ab.» Die
Einsparchancen liegen laut Rösler bei zwei Milliarden Euro. Zudem
müssten Hersteller, bevor sie Präparate auf den Markt bringen, über
eine Studie den Zusatznutzen für Patienten wissenschaftlich belegen,
was genau geprüft würde, sagte der Gesundheitsminister. Seine Pläne
werde er in Kürze den Koalitionsfraktionen vorstellen. «Spätestens
bis Ende des Jahres soll das Gesetz kommen.»
(Der Beitrag lag dpa in redaktioneller Fassung vor.)
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