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Michael Jacksons Arzt bekennt sich «nicht schuldig»

08.02.2010 23:40

Los Angeles (dpa) - Der wegen fahrlässiger Tötung angeklagte frühere Leibarzt von Michael Jackson, Conrad Murray, hat sich «nicht schuldig» bekannt. Dem Gerichtstermin in Los Angeles am Montagnachmittag (Ortszeit) wohnten Jacksons Eltern Joe und Katherine sowie mehrere Geschwister des Sängers bei. Laut Anklage hat der Mediziner seine Sorgfaltspflicht verletzt und fahrlässig den Tod des Sängers herbeigeführt. Er habe aber nicht vorsätzlich gehandelt.

Dem Internetdienst «Tmz.com» zufolge setzte der Richter eine Kaution in Höhe von 75 000 Dollar fest. Die Staatsanwaltschaft habe 300 000 Dollar gefordert, in vergleichbaren Fällen seien 25 000 Dollar üblich, hieß es. Auf Anordnung des Gerichts darf Murray keine Betäubungsmittel mehr besitzen oder verschreiben. Die nächste Anhörung soll am 5. April stattfinden. Dem Kardiologen drohen im Falle eines Schuldspruchs bis zu vier Jahre Haft.

Nach dem überraschenden Tod des 50 Jahre alten Popstars am 25. Juni vergangenen Jahres hatte Murray eingeräumt, den unter Schlafstörungen leidenden Sänger mit starken Medikamenten - darunter das Narkosemittel Propofol - behandelt zu haben. Dem Totenschein zufolge starb der «King of Pop» an einer «akuten Vergiftung» mit Propofol. «Tmz.com» veröffentlichte am Montag den vollständigen Befund der Gerichtsmediziner, der in Auszügen bereits im August bekanntgeworden war. Danach wurde Propofol in Jacksons Haus unsachgemäß verabreicht. Das Narkosemittel wird normalerweise nur vor Operationen oder auf der Intensivstation im Krankenhaus gespritzt und erfordert die ständige Überwachung des Patienten.

Jacksons Bruder Jermaine sagte beim Betreten des Gerichtsgebäudes, dass eine Anklage wegen fahrlässiger Tötung «nicht genug» sei. Jacksons Familie drängt seit langem auf eine harte Bestrafung Murrays. Der Leibarzt habe derart leichtfertig gehandelt, dass eine Anklage wegen Totschlags angebracht sei, sagte Familien-Anwalt Brian Oxman kürzlich dem Sender CBS. dpa mu xx z2 fi

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