Ärzte wollen eine Milliarde Euro mehr - Einschnitte drohen
06.02.2009 12:31
Berlin (dpa) - Im Streit um die Krankenkassenausgaben für die rund
140 000 niedergelassenen Ärzte hat die Kassenärztliche Vereinigung
(KBV) einen Aufschlag von rund einer Milliarde Euro verlangt. Der
Honorarzuwachs 2009 betrage nur 1,2 Milliarden Euro gegenüber 2008
statt der versprochenen knapp 3 Milliarden, sagte KBV-Chef Andreas
Köhler am Freitag in Berlin. Deswegen müssten bestimmte Operationen
von den Kassen künftig extra honoriert werden. Zudem solle der Preis
ärztlicher Leistungen steigen. Die Gesamtsumme für die ärztliche
Versorgung müsse deswegen von rund 30 auf rund 31 Milliarden Euro
steigen, erläuterte KBV-Sprecher Roland Stahl. Köhler sagte, den
Versicherten drohten spürbare Einschnitte. Ärzten dürfe kein
«Sozialrabatt» mehr abgefordert werden. Er hoffe auf Unterstützung
des Bundesgesundheitsministeriums.
dpa bw yydd n1 li



